Feuchtbiotop im Wandel

KLIMAWANDEL UND IHRE LOKALEN AUSWIRKUNGEN

Die Bildserie zeigt die jahreszeitlichen Schwankungen im Feuchtbiotop LSG PLUTO V.





Kurioses aus der Landschaft – sportlicher Parkplatz

Halb Fußballplatz, halb Parkplatz – als Ortsfremder könnte man ein Kunstprojekt dahinter vermuten, doch mit Kunst hat dies sicherlich nichts zu tun, wohl eher mit den finalen Zerfallserscheinungen einiger aus der montanen Phase des Reviers noch existierender Überbleibsel, die im Gegensatz zu den die Landschaft prägenden Fördertürmen aber für nicht erhaltenswert erachtet wurden oder schlichtweg nicht zu erhalten sind. In der Blütezeit der Zechen florierte die Vereinslandschaft im Revier vor allem im Bereich Fußball noch. Heutzutage sieht es anders aus…


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Lagerfeuer im LSG Pluto

Bei der gestrigen Begehung des LSG Pluto V im Rahmen des Interviews für das Stadtmagazin inHerne habe wir unweit zum größeren der beiden Feuchtbiotope eine relativ frische Feuerstelle entdeckt. Die beschädigte Wiese umfasst rund einen Quadratmeter. Unabhängig von der Tatsache, dass aktuell keine große Brandgefahr besteht, ist offenes Feuer nur an dafür ausgeschilderten Plätzen im Stadtgebiet erlaubt. Die Verhaltenregeln in einem LSG, die am Eingang in ein LSG als Schild aushängen, verbieten offenes Feuer grundsätzlich. Der Begriff „offene Flamme“ bzw. „offenens Feuer“ meint also sowohl Grillen als auch Lagerfeuer machen.

Der Tatbestand des Feurmachens in geschützen Räumen wird im Bußgeldkatalog NRW mit einem Bußgeld von 25 – 2500 € geahndet. Käme es infolgedessen zu einer unkontrollierten Ausbreitung des Feuers, besteht je nach juristischer Auslegung und Begleiterscheinungen sogar ein Straftatbestand, der je nach Schwere der Brandstiftung mit Freiheitsentzug zwischen 6 Monaten und 5 Jahren zu bestrafen ist. Denn im Falle einer Brandstiftung wird gegen § 306 des Strafgesetzbuches (StGB) verstoßen, der sich mit diesem Delikt beschäftigt.

Dass Jugendliche den Landschaftspark Pluto V vermehrt als einen Rückzugsort nutzen, konnte u.a. bei einigen Ortsbegehungen beobachten werden. Auch die unzähligen Gafittis (Brücke-L639, Optelaak-Gebäude, etc.) weisen auf diese Beobachtung hin. Allerdings kann ich mich nicht daran zurückerinnern, dass es bisher Anzeichen für offenes Feuer im Schutzgebiet gegeben hätte.

Totfund einer Spitzmaus

Der heutige Fund einer toten Spitzmaus bestätigt einmal mehr den Beleg für die Anwesenheit der Spitzmaus im LSG Pluto V. Schon vor einiger Zeit hatten wir im Rahmen der frühjährlichen Amphibienschutz-Aktion eine Spitzmaus, damals allerdings ein noch lebendes Exemplar, in einen unserer Fangeimer gefunden. Todesursache möglicherweise Verhungern, möglicherweise auch ein zu frühes Aufwachen aus dem Winterschlaf aufgrund sprunghaft hoher Temperaturen, denen direkt wieder Temperaturen im Minusbereich folgten? Bissspuren sind keine zu erkennen. Möglicherweise ist sie auch natürlich an Altersschwäche verendet?!

Fleißiger Baumeister am Werk

Auf meiner heutigen Laufrunde, die mich zunächst entlang des Hüllerbachs in Richtung Bochum-Günnigfeld geführt hat, habe ich eine Entdeckung machen dürfen, die ich in dem Ausmass noch nicht gesehen hatte. Ein Maulwurfshügel ist ja selbst bei uns im Grunde nichts Außergewöhnliches, aber direkt hinter der Hüllerbachbrücke auf Höhe des Kleingartenvereins Kraut & Rüben reihte sich auf einem 50 Meter langen Streifen ein Maulswurfshügel neben dem anderen Maulwurfshügel, nur einen Maulwurf den habe ich leider nicht gesehen. Dennoch eine beeindruckende Leistung – der Kollege muss bei den ganzen Hügeln die letzten Tage auf jeden Fall ordentlich malocht haben.

Gedenkstein für die 2016 ermordete Sandra R. aus Düsseldorf

Auf meiner heutigen Trainingsrunde, die mich zur Berghalde Pluto-Wilhelm geführt hat, ist mir ein Gedenkstein aufgefallen, der erst in den letzten Tagen dort abbgelegt wurde. Der gravierte Stein gedenkt der im Sommer 2016 ermordeten Sandra Raasch, deren Leichnahm man dort in einem Gebüsch am 15. Juli 2016 gefunden hatte. Der Gedenkstein befindet sich auf dem Aufgang zur Aussichtsplattform, umittelbar an der Stelle, wo die Leiche von einem Spaziergänger mit Hund entdeckt wurde.

Ausbeute eines spontan-Ploggings

Getriggert von einem achtlos weggeworfenen Gemüse- und Obsttütchen entschließe ich mich auf dem Rückweg dazu, Müll aus der Botanik einzusammeln. Auf den 3 Kilometern entlang der Erzbahntrasse in Richtung Bochum kommen in kürzester Zeit ein paar Dosen und Verpackungen zusammen, die sich ohne große Anstrengung vom Streckenrand aufsammeln lassen. Gerade jetzt in den Wintermonaten, wo das Grün der Sträucher und Bäume fehlt, sticht der zumeist bunte Verpackungsmüll besonders ins Auge.

Und im Grunde sollte doch eigentlich Jeder, der sich alleine die Schuhe binden kann, auch in der Lage sein, seinen Müll so lange bei sich zu behalten, bis er ihn irgendwo ordnungsgemäß wegwerfen kann. Das diese Annahme, aber leider allzu oft nicht der Normalität entspricht, wird mir jedes Mal besonders deutlich, wenn ich mich auf Trasse joggend fortbewege.

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Amtliche Mitteilung: Baum- und Heckenschnitt nur bis zum 29.02.

Denn im § 39 BNatSchG heißt es: Es ist verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen

Öffentlicher Aushang im ökologischen Kleingarten Kraut & Rüben in BO-Günnigfeld.

Hauptaufgabe 2019 – Meldung wilder Müllhalden

Was hat ein Graffiti und eine wilde Müllkippe gemeinsam? Man will es auf dem ersten Blick nicht glauben, aber bei näherer Betrachtung doch mehr als erwartet:

Studie aus dem Handelblatt: „Graffitientfernung sollte möglichst zeitnah erfolgen! Denn eine im Handelsblatt veröffentlichte Studie ergab: Wird ein Graffiti innerhalb von 48 Stunden entfernt,beträgt die Gefahr einer weiteren Versprühung 0‐10%. Wer ein Jahr mit der Beseitigung wartet, riskiert laut Studie eine Folgetat mit fast 100%iger Sicherheit.

Deshalb gilt Graffiti unverzüglich entfernen, um Nachfolgetäter abzuschrecken!

Einen analogen Effekt lässt sich auch bei illegalen Müllkippen beobachten!!!

Massive Beschädigung eines Baumes in Baustelleneinfahrt

Im Rahmen des Langzeit-Projektes zur Renaturierung der Emscher sowie ihrer Zuflüsse kommt es im Stadtgebiet aktuell zu erheblichen Eingriffen in die Natur. Nach meinem Informationsstand soll die Kanalisierung des Schmutzwassers bis Herbst 2021 endlich abgeschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt sollen sich die Emscher und ihrer Zuflüsse zu neuen naturnahen Biotopen entwickeln können.

Gestern ist mir auf einer meiner Runden durch die heimatliche Hood ein massiv beschädigter Baum aufgefallen, der augenscheinlich von einem Baustellenfahrzeug touchiert wurde. Der Schaden wurde von mir ordnungsgemäß an Herrn X. von der Unteren Umweltbehörde weitergeleitet. Aufgrund der Tatsache, dass ein Verursacher nicht zu ermitteln ist, kann nichts weiter für den Baum von Seiten der Stadt getan werden.

Bleibt also zu hoffen, dass es die Selbstheilkräfte des Baumes in diesem doch recht milden Winter schaffen, die entstandene Verletzungstelle zeitnah zu verschließen und zu umwallen. Da sich der Baum im Winter normalerweise in einer sogenannten Vergetationsruhe befinden sollte, wo dieser natürliche Schutzmechanismus eigentlich nicht stattfindet, bleibt zu hoffen, dass er es dennoch übersteht.

Ich werde die Situation weiter im Blick haben und beobachten, wie sich der Baum von der Verletzung als auch vom Baustellenstress erholen wird oder inwieweit er in nächster Zeit wohlmöglich doch eigehen wird, weil er sich in der Phase als es zu der Verletzung gekommen war, trotz milden Winters in einer Vegetationsruhe befunden hatte, .

arten|pisa 2019: Meine Ergebnisse – immerhin über 50%

Vor einigen Tagen erreichte mich folgende Mail:

Guten Tag,

Sie haben Anfang September 2019 an der Umfrage arten|pisa teilgenommen, wofür wir uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken möchten. Durch das Angeben Ihrer E-Mail-Adresse baten Sie uns, Ihnen Ihre persönlichen Ergebnisse mitzuteilen. Die Aus- und Bewertung hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat – es haben sich 10.752 Menschen an unserer Umfrage beteiligt! -, können wir Ihnen leider erst jetzt die gewünschten Informationen schicken.

Im Artfragenteil mit 36 Fragen zu Tier- und Pflanzenarten haben Sie 216 von 360 Punkte erreicht. Beim Hummel-Vergleichstest haben Sie 3 von 6 Fragen richtig beantwortet.

Selbstverständlich haben wir alle Fragen und die richtigen Antworten, Hintergrundinformationen zum Vorgehen beim Bewerten und auch einige Gesamtergebnisse für Sie im Internet veröffentlicht.

Wir wünschen Ihnen einen gutes Neues Jahr!
Naturgucken macht Spaß und schafft gemeinsam Wissen!

das arten|pisa-Team