Ökologischer Vandalismus im Landschaftspark Pluto

Gestern musste ich im LSG Pluto V zu meinem Unverständnis feststellen, dass irgendjemand sinnbefreit an einer Eibe herumgeschnitten und sie dadruch massiv geschädigt hat. Vermutlich war sich der Vandale auch gar nicht bewusst, um was für eine beeindruckende und in weiten Teilen Deutschlands mittlerweile auch relativ selten gewordene Pflanze es sich bei der Europäischen Eibe handelt.

Die Europäische Eibe (Taxus baccata) war nicht nur Baum des Jahres 1994 sowie Giftpflanze des Jahres 2011,  sie ist auch die älteste und schattenverträglichste Baumart Europas. Der immergrüne Baum wächst sehr langsam und kann dabei ein sehr hohes Alter erreichen.

Mit Ausnahme des im reifen Zustand rot gefärbten Samenmantels (Arillus), der den Samen becherartig umgibt und den Pollen, sind laut Wikipedia alle Pflanzenteile stark giftig. Bei dem gefährlichen Gift der Eibe handelt es sich um Taxin, das beim Verzehr von Pflanzenteilen in geringen Menge zu erheblichen Vergiftungserscheinungen und zum Tod führen kann. Die Konzentration des hochpotenten Taxins ist in den Nadeln und den Samen am höchsten.

Zudem gehört die Europäische Eibe in ganz Europa zu den geschützten Pflanzenarten. In Deutschland steht sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten (Gefährdungsklasse 3: gefährdet).

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