Amphibienschutz in Herne 2020 (Tag 8)

Tag 8: Dienstag 10.03.2020 – Zaunkontrolle statt TV-Koma…

Das für gestern Abend (10.03.2020) prognostizierte Wetter hatte Didi und mich aufhorchen lassen. Vorausgesagt waren für den Abend Temperaturen weit über dem Gefrierpunkt und dazu ein leichter Nieselregen, was so ziemlich genau den Idealbedingungen für ein hohes Amphibienaufkommen am Schutzzaun entsprechen würde. Und da in der Glotze sowieso nichts Sehenswertes zu erwarten war, stand schnell fest, dass es raus zum Zaun geht. Allerdings ging es nicht zum Schutzzaun an die Berliner Straße sondern zum Zaun an der Hordeler Heide in Bochum Günnigfeld. In Günnigfeld ist das zahlenmäßige Amphibienaufkommen in etwa um den Faktor 10 höher, als es an der Berliner Straße der Fall ist. Zudem kann der Bereich unterhalb der Tassenbrücken mit dem aufgebauten Zaun nicht optimal gesichert werden, weshalb es nach Didis Meinung erforderlicher war, den dortigen Straßenbereich zu sichern. Also hatten wir uns um 19.00 Uhr dort verabredet.

Auch und vor allem Regen müssen die Fangeimer kontrolliert werden.

Des einen Freud, des anderen Leid

Als ich den ersten Fuß vor die Tür gesetzt hatte, war zugegebenermaßen etwas Überwindung gefordert, um mich trotz Regens auch aufs Rad zu schwingen und loszufahren. Das Wetter entsprach zu 100% den vorherigen Vorhersagen. Keine 10 Minuten später stand ich am Trassenaufgang in Günnigfeld und es konnte losgehen. Während Didi die angrenzenden kleineren Straßen mit seinem Fahrrad abfuhr und die Amphibien von der Straße aufsammelte, lief ich mit der Taschenlampe in der Hand und der Stirnlampe auf dem Kopf den Zaun ab und achtete dabei zudem darauf, dass kein Lurch auf der recht starkbefahrenen Hordeler Heide unterwegs war. Unsere Erwartungen an das Amphibienaufkommen sollten sich im Laufe des Abends erfüllen. Für brauchbare Fotos war wenig Zeit und zudem war es durchgehend am Nieseln, obendrein auch einfach zu dunkel.

Grasfrösche, Erdkröten und Teichmolche wandern in Richtung Laichgewässer.

Zählbares

Am Ende des Kontrollabends hatten wir insgesamt  27 Erdkröten, 12 Grasfrösche, 6 Bergmolche und 5 Teichmolche zusammengesammelt. Und als die Rushhour überstanden war, kam ich doch noch überraschend zu einem Foto, als eine kleine Maus zu Besuch an den Zaun kam. Unerwartet war die Situation vor allem, weil sie seelenruhig im Licht meiner Lampe sitzen blieb und sich irgendeine Larve wegknabberte, aber überhaupt keinen Grund sah, sich panisch aus dem Staub zu machen.

Unerwarteter Besuch am Amphibienschutzzaun.

Erkenntnis des Tages

Grasfrösche sind wesentlich agiler und flinker als es Erdkröten sind. Während Erdkröten ihr Schicksal der temporären Gefangenschaft unmittelbar annehmen, versuchen Grasfrösche alles, um irgendwie doch noch zu entwischen. Und Grasfrösche können bei Regen ganz schön flutschig sein, wenn man nur eine Hand zum Fangen frei hat und sie nicht beim ersten Griff sicher festhält.


Tag 1: alle Jahre wieder…
Tag 2: weiter geht es…
Tag 3: Aufbau letzter Akt…
Tag 4: de Zoch kütt früh…
Tag 5: Gullys entschärfen…
Tag 6: Tödlicher Liebesrausch…
Tag 7: Ende gut, alles gut…
Tag 8: Zaunkontrolle statt TV-Koma…
Tag 9: Laich überall Laich…
Tag 10: Nachkontrolle Gullys…

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