Gefahrenlage entschärft – Anbringen von EPS-Warnschildern

Anfang Juni hatte ich darüber berichtet, dass der Eichen-Prozessionsspinner (EPS) auch in diesem Jahr wieder einige Eichen auf der kleinen Berghalde im LSG Röhlinghausen befallen hat [Beitrag 13.06.2020]. An mindestens sechs Bäumen befinden sich unmittelbar in der Nähe des öffentlichen Wegesystems und dazu in einer Höhe von etwa zwei Metern mehrere Gespinste mit Hunderten von behaarten Raupen. Meine damaligen Beobachtungen hatte ich umgehend der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Herne gemeldet, woraufhin man mich fragte, ob ich den Gefahrenbereich mit laminierten Hinweisschildern, die man mir bereitstellen würde, absichern könnte. Klar kann ich das machen, denn die potentielle Gefahr durch die Gifthaare hängt in erster Linie von der Wetterlage ab und ist von daher kalkulierbar, zum anderen bin ich weder Allergiker noch Asthmatiker und der zeitliche Aufwand ist auch überschaubar.


Die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam…

Heute kamen die laminierten Hinweisschilder dann endlich per Post bei mir an. Da sich das regnerische Wetter für diese Aktion mit gesteigertem Juckpotential regelrecht anbietet, da die Luft weniger mit den Gifthaaren belastet ist, habe ich die mir bereitgestellten 6 Gefahrenschilder sogleich im Auftrag der Stadt Herne mit kleinen Nägelchen an Bäume im kontaminierten Bereich angebracht. Wer den Bereich auf der kleinen Berghalde im LSG Röhlinghausen jetzt immer noch nicht meidet, ist selber schuld.


Zeitpunkt überdenken!

Dennoch sollte man das Anbringen der Warnschilder im nächsten Jahr vielleicht schon früher (Ende Mai/ Anfang Juni) erledigen und zudem vorab sowohl das Tierheim als auch den Reiterhof unmittelbar und direkt über einen erneuten Befall mit dem EPS informieren. Denn schon heute kann es als gesichert angesehen werden, dass der ESP dank der Klimakrise auch im nächsten Jahr in diesem Bereich anzutreffen sein wird und wohlmöglich ein noch größeres Problem darstellt.

Informieren der Hauptakteuer: Tierheim & Reiterhof!

In diesem Jahr verlief das Informieren der betroffenen Haupakteuer im LSG Röhlinghausen eher zufällig ab. Schon nach meiner Erstbeobachtung hatte ich einen Tierheim-Mitarbeiter getroffen und ihn von der EPS-Beobachtung mit der Bitte unterrichtet, die Information an die Tierheimbelegschaft weiterzuleiten. Inwieweit das auch geschehen ist, kann ich nicht beurteilen, aber es ist davon auszugehen. Beim heutigen Anbringen der Schilder kam zufälligerweise eine Reiterin mit ihrem Pferd vorbeigeritten, die sich mein Tun und vor allem die Infos auf dem Warnschild interessiert anguckte und auch gleich wieder umdrehte. Sie kannte die Problematik schon aus dem letzten Jahr und erklärte sich bereit, die EPS-Warnung am Reiterhof kundzutun.

Fazit mit Ausblick

Nach 15 Minuten bin ich mit dem Anbringen der 6 Schilder fertig. Die kleine Berghalde im LSG Röhlinghausen ist ab heute zumindest mit Warnschildern abgesichert. Einmal mehr konnten Mensch und Umwelt durch proaktives Handeln vor potentiellen Gefahren bewahrt werden. Ob die Warnhinweise auch langfristig dort an den Bäumen hängen oder irgendwelchen jugendlichen Vandalen zum Opfer fallen, wird sich zeigen. Inwieweit zukünftig eine mechanische Beseitigung der Gespinste erforderlich wird, obliegt der Entscheidung der Stadt Herne.


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