Kurioses aus der Landschaft – Genehmigungs-Support bei Rick’s Geocache im LSG Pluto V

In den bisherigen Beiträgen zu in der Landschaft rund um die Erzbahntrasse entdeckten Geocaches ging es um Caches, die ich ausschließlich nebenbei beim Laufen entdeckt hatte. Bei dem heutigen Cache, den ich im Rahmen des Blogbeitrags als nächstes kurz vorstellen möchte, handelt es sich im Gegensatz dazu um einen Cache, bei dessen Genehmigung ich unterstützend mitgewirkt habe.

Installation im öffentlichen Raum nicht ohne Genehmigung

Dazu muss man wissen, dass grundsätzlich jede Installation, die  im öffentlichen Raum angebracht werden soll, egal ob es sich dabei um ein Vogelhaus, ein Fledermauskasten oder eben um einen Cache mit etwa vergleichbaren Abmessungen handelt, es rechtlich betrachtet vorab einer Duldung oder Genehmigung der für den Bereich verantwortlichen Behörde bedarf. Und da sich Rick dazu entschlossen hatte, seinen Cache in einen Baum im LSG Pluto V aufzuhängen, ist in dem Fall eine Duldung des Grünflächenamts der Stadt Herne notwendig gewesen.

Regeln im Sinne des Naturschutzes

Unabhängig von den gesetzlichen Bestimmungen gibt es aber auch in der Geocache-Community interne Regularien und Kontrollinstanzen, die das Geocaching zum Schutze der Natur reglementieren. Neben einem obligatorischen Verhaltenscodex, in dem unter anderem geschrieben steht, wie sich ein Geocacher in der Natur und im Umgang mit der Natur zu verhalten hat, wird beispielsweise verlangt, die Natur mit Respekt und Rücksicht zu behandeln, Flora und Fauna zu schützen und Störungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, Standards sind ideal!!!

Zur Vermeidung von Ärger mit Behörden oder Grundstückbesitzer und somit sicherlich auch um die Akzeptanz des Geocachings in der öffentlichen Meinung und bei Entscheidungsträgern zu bewahren, gibt es auch für das Erstellen und Freischalten eines neuen Geocache Regeln und Standards, die im Rahmen eines standardisierten Genehmigungsverfahren zu erfüllen sind. So muss etwa jeder Cachebetreiber, der im öffentlichen Raum seinen Cache errichtet möchte, von sich aus vom Grundstückeigentümer oder der verantwortlichen Gemeinde zumindest eine Duldung vorweisen können, um beim Antrag auf Freischaltung des Caches überhaupt Aussichten auf Erfolg haben zu können.

Liegt die Verantworlichkeit beim RVR oder bei der Stadt?

Das heißt also, ohne Genehmigung gibt es keine Freischaltung. Und an dieser Stelle kam dann ich „ins Spiel“, da Rick eben diese Duldung fehlte und mich via Twitter irgendwann mal angeschrieben hatte und unter anderem wissen wollte, wer für den Bereich oberhalb des Trassendamms verantwortlich wäre. Doch die Frage der Zuständigkeit war in dem Fall so einfach auch eigentlich nicht zu beantworten, da sich der Bestimmungsort des Caches im Grenzbereich zwischen Erzbahntrasse und Landschaftsschutzgebiet befindet und die Verantwortlichkeit somit entweder beim RVR oder beim Grünflächenamt der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Herne liegt. Da sich mir in Vergangenheit genau diese Frage auch schon gestellt hatte, da sich in diesem Übergangsbereich die relativ steile Abbruchkante befindet, die durchaus ein Gefahrenpotential darstellt, wusste ich, dass esl auf meine Nachfrage damals hieß, dass der RVR für den kompletten Trassenbereich zuständig ist.

Gut Ding braucht Weile

Um einen ersten Kontakt mit einem möglicherweise Verantwortlichen herzustellen, hatte ich ihm angeboten, meinen Ansprechpartner beim Grünflächenamt bei der Stadt zu kontaktieren, um auf diesem Wege den Verantwortlichen in dieser Angelegenheit in Erfahrung zu bringen. Nachdem ich ihm per Email die Situation geschildert hatte und ihn gefragt hatte, wer vom Amt für das Anbringen des Caches ist, stellte sich überraschend heraus, dass er selbst der richtige Ansprechpartner dafür ist.

Und manchmal dauert’s auch länger!

Nachdem die Kontaktdaten ausgetauscht waren, hatte Rick auch schon seine Duldung der Cache-Installation, wobei sich die eigentliche Genehmigung durch den zu peniblen Verfahrensprüfer, der von Geocache-Plattform für das Genehmigungsverfahren beauftragt war, noch einige Zeit hinauszögern sollte. Im Laufe des Verfahrens musste sogar noch einmal der Standort gewechselt werden, da sich der anfänglich ausgewählte Standort wohl zu nah an einem anderen Cache befunden hatte.


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Ein Gedanke zu „Kurioses aus der Landschaft – Genehmigungs-Support bei Rick’s Geocache im LSG Pluto V

  1. Hey Hans,

    der Nachwuchs erfreut sich jetzt immer wieder über tolle Rückmeldungen diverser Geocacher und vor allem Kindern, denen der Cubus Inventa sehr viel Freude bereitet….!
    Der Nachwuchs hat mit seiner Idee, eine aktuell Favoriten Quote von 74% erreicht, was uns erneut bestätigt, das der ganze Aufwand und Energie, trotz aller Umstände, sein Ziel erreicht hat, Kindern diesen Cache anzubieten….
    Geocaching ist eigentlich ein tolles Tool, Kinder aufs Rad und in die Natur zu bringen, solang man sich an die Regeln hält…. .
    Wir können jetzt mit unseren Cache etwas dazu beitragen, das sich der Weg für Kinder bzw. Familien lohnt, was uns auch einige nette Mitmenschen geschrieben haben….

    wie zum Beispiel:
    – DIESER CACHE MACHT NICHT NUR KINDERN SPASS
    – ein echtes ERLEBNIS
    – SPANNUNG bis zum Schluss

    Vielen Dank und auch für die namentliche Erwähnung sowie die UNTERSTÜTZUNG.
    OHNE deine HILFE wäre es nicht zu diesem ERGEBNIS gekommen!!!

    LG

    Gefällt 1 Person

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