Ein Erfahrungsbericht über die Vorbereitung auf die Prüfung zum Sportfischereischein NRW

2.1 Schriftlicher Teil – der Multiple Choice Test

Zeitlich betrachtet ist der schriftliche Teil im Vergleich zu den beiden anderen Teilen der Fischereiprüfung, der Prüfungsteil der mit 60 Minuten die meiste Zeit in Anspruch nimmt. Da es natürlich nicht möglich ist, von der Dauer auf den Schwierigkeitsgrad des Prüfungsteils zu schließen, folgen nun die wesentlichen Fakten zu diesem schriftlichen Prüfungsteil. Viele der nachfolgenden Informationen finden sich in dem offiziellen Dokument der Verordnung zur Fischereiprüfung des Landesfischereiverbandes NRW.

Fakten, Fakten, Fakten…

Der Fragenpool, aus denen sich der schriftliche Prüfungsteil speist, umfasst insgesamt 359 MC-Fragen aus 6 verschiedenen Themenfeldern, wobei sich die Anzahl der Fragen pro Themenfeld deutlich unterscheiden.

  1. Allgemeine Fischkunde (53 Fragen)
  2. Spezielle Fischkunde (73 Fragen)
  3. Gewässerkunde und Fischhege (77 Fragen)
  4. Natur und Tierschutz (45 Fragen)
  5. Gerätekunde (41 Fragen)
  6. Gesetzeskunde (70 Fragen)

Der Prüfungs-Fragebogen besteht aus insgesamt 60 MC-Fragen und setzt sich aus jeweils 10 Fragen aus jedem der 6 Themenfelder zusammen. MC steht in dem Fall für Multiple Choice und bedeutet, dass man es in der Prüfung mitausschließlich geschlossenen Fragen zu tun bekommt. Bei jeder Frage sind 3 mögliche Antworten angegeben, wobei nur eine der drei Antwortmöglichkeiten richtig ist, die es anzukreuzen gilt.

Zum Bestehen des MC-Teils reichen 75% – zumindest theoretisch

Zum Bestehen des schriftlichen Prüfungsteils müssen von den insgesamt 60 Fragen mindestens 45 Fragen richtig beantwortet sein, was 75 % entspricht. Außerdem müssen aus jedem der 6 Themenfelder 60 % der Fragen korrekt beantwortet werden, was bei jeweils 10 Fragen pro Themenfeld also mindestens 6 richtige Antworten bedeutet. Hört sich in der Theorie komplizierter an, als die Fragen letztendlich sind.

Viele Fragen im MC-Prüfungsteil sind keine Raketentechnik…

Ein Drittel der MC-Prüfungsfragen sollten sich allein mit gesundem Menschenverstand, ohne sich zuvor jemals mit den prüfungsrelevanten Themen des Sportfischereischeins beschäftigt zu haben, richtig beantworten lassen. Deshalb sollte die Beantwortung der 60 Fragen, die aus einem Fragenpool von insgesamt 359 Fragen kommen, die sich auf 6 Themengebieten verteilen, die darüber hinaus dann auch noch für jeden im Internet frei zugänglichen sind, für einen durchschnittlich intelligenten Menschen absolut kein Problem darstellen.

Andere Fragen muss man dahingegen gelernt haben.

Während sich ein großer Teil der Fragen mehr oder weniger selbst beantwortet,  muss man einige Frage 1-2 Mal gelesen, durchdacht und vor allem systematisch gelernt haben, um sie in der Folge richtig beantworten zu können. Als Beispiel sind die Fragen zu nennen, bei denen man die exakte Anzahl der Eier angegeben soll, die eine bestimmte Fischart legt. Es gibt auch andere Fragen von der Kategorie „muss man einfach wissen“, die sich nicht mit gesundem Menschenverstand oder aus dem Bauch heraus korrekt beantworten kann lassen. Dennoch sollte man auch diese Fragen bei Wiederholung und nachdem man dann ja die richtige Antworten kennt, korrekt beantworten können, wobei man sich bei den geforderten 75% zum Bestehen natürlich auch den einen oder anderen Fehler erlauben dürfte – genau genommen sind es sogar 15 Fehler, die man sich theoretisch erlauben könnte.

Vorsicht ist dennoch geboten!

Bei allen Informationen und Materialien, die man im Internet findet, um sie zur Vorbereitung auf die Prüfung zu benutzen, sollte man grundsätzlich beachten, dass das Material den aktuell-gültigen Verordnungen des jeweiligen Bundeslandes entspricht, in dem die Prüfung abgelegt werden soll. Die Unterschiede der Regularien und des für die jeweilige Prüfung relevanten Stoffs können von Bundesland zu Bundesland teilweise erheblich sein, so dass dieser Aspekt für eine stressfreie Prüfung unbedingt zu berücksichtigen ist. Im Gegensatz zu Bayern und Baden Württemberg bekommt man den Angelschein in NRW geradezu geschenkt, was andererseits wiederum bedeutet, dass man Material dieser Bundesländer durchaus auch für die allgemeine Prüfungsvorbereitung in NRW heranziehen kann.


Bewährte Erfolgsstrategie (Lernen durch Wiederholung):

  1. MC-Prüfungsfragen von der offiziellen Verbandsseite runterladen.
  2. Beantwortung der offiziellen Prüfungsfragen.
    a) eigenständig mit Fachbüchern oder Internetquellen.
    b) verlässlich-seriöse Internetquelle der Lösungen.
  3. Lernmaterial gestalten und erstellen (PPT, Karteikarten, etc.).
  4. Lernstoff regelmäßig und frühzeitig immer wieder wiederholen.

Klassische Methode von Lösungsfindung & Wissensaneignung

Je nach persönlichen Präferenzen lässt sich das Stoffgebiet auf unterschiedlichen Pfaden erschließen. Auf dem Literaturmarkt findet sich eine Vielzahl von Angelliteratur, die vom Fachbuch bis zur Fachzeitschriften wie Fisch und Fang, Blinker, Rute und Rolle usw. reichen und sich für eine autodidaktische Vorbereitung der Prüfung grundsätzlich anbieten. Fachliteratur und Fachzeitschrift haben den Vorteil, dass sie als verlässliche Quelle für zusätzliche Sicherheit sorgen. Falls es sich nicht um spezielle Prüfungsliterstur handelt, könnte ein Nachteil sein, dass sie zu sehr ins Detail gehen und somit zu unspezifisch für die zielgerichtete Prüfungsvorbereitung sind.

Neben den klassischen Quellen bietet das Internet unerschöpfliche Möglichkeiten. Hier finden sich diverse Angebote kommerzielle Anbieter von Lern-APPs, die die jeweiligen bundeslandspezifischen Besonderheiten der Ausbildung sowie der Prüfung berücksichtigen. Daneben finden sich aber auch kostenlose Internetangebote, die durchaus hilfreich beim Lernen sein können. So lässt sich beispielsweise die Prüfungssituation simulieren oder bietet die Möglichkeit sich mit dem digital-aufbereiten Stoff anderweitig auseinandersetzen, um mit etwas Abwechslung und Variation den monotonen Aneignungsprozess des theoretischen Wissens für sich selbst motivierender zu gestalten.

Erfolgsversprechende Strategie bei der Lösungsfindung

Für Personen, die nicht geübt sind, MC-Klausuren zu lösen, kann die unbekannte Prüfungsform mit den geschlossenen Fragen durchaus irritierend und verunsichernd sein, was aber absolut nicht nötig ist. Bei jeder Frage gibt es 3 mögliche Antworten, wobei nur eine Antwortmöglichkeit richtig ist. Das bedeutet also, dass man die korrekte Antwort selbst bei absoluter Ahnungslosigkeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 33 % durch blindes Raten finden kann. Dank „Wer wird Millionär“ kennt heutzutage die erfolgssteigernde Strategie, mit der sich die Wahrscheinlichkeit, die korrekte Antwort trotz akuter Unwissenheit zu erraten, auf 50% oder gar 100% steigern lässt – die Auswahl der Antwort nach dem sogenannten Ausschlussprinzip.

Absoluter Notfall-Tipp

Wenn man bei der Lösungsfindung dann noch bedenkt, dass es das Hauptziel der Prüfung ist, verantwortungsvolle und sich der Natur bewusste Angler auszubilden, dann sind Antwortmöglichkeiten, die diesen Gedanken aufgreifen, zumindest im Fall des Nichtwissens bevorzugt anzukreuzen. Tendenziell sollen es in relativer Häufigkeit wohl die Antworten mit dem meisten Text sein, wobei diese Herangehensweise nur bei absoluter Ahnungslosigkeit anzuwenden ist.


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