Kunstinstallation im NSG Blumenkamp?!

Beobachtung aus der Landschaft vom 11.10.2021

Beim Durchlaufen des Birkenhains, welches am Rande des NSG Blumenkamp zwischen Bochum Hordel und Günnsigfeld liegt, fiel mir Anfang Oktober ein blaues Sonnensegel auf, welches herrenlos und ohne ersichtliche Funktion zwischen zwei Birken gespannt war. Was es mit dieser doch relativ kuriosen Beobachtung auf sich hat, will sich mir nicht erklären. Da sich der Ort der Beobachtung unmittelbar in der Nähe von neuerrichteten Tipis befindet, wäre es grundsätzlich denkbar, dass das Sonnensegel von einer dort spielenden Kindergruppe zurückgelassen wurde. Ein alternativer Erklärungsansatz will mir spontan nicht einfallen. Weil aber von dem Stück Baumwollstoff weder für die beiden Bäume noch für irgendwelche Tiere eine Gefahr ausgeht, habe ich mich dazu entschlossen, nicht einzugreifen und die „Kunstinstallation“ dort hängen zu lassen. Überraschenderweise hing sie drei Tage später, als ich erneut durch den Birkenhain lief, nicht an dieser Stelle?!

Kunst liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters?! [BILD 11.10.2021].

Streckenpfeile im NSG Berghalde Pluto

Neues aus dem landschaftlichen Schilderwald vom 17.10.2021

Wer vergangenes Wochenende im Bereich des NSG Berghalde Pluto-Wilhelm unterwegs war, dem werden die auffälligen Richtungspfeile nicht entgangen sein, die in dem Areal an mindestens zwei Stellen angebracht waren. Doch welche Bedeutung hatten diese Pfeile, die mittlerweile auch schon wieder abgehängt wurden. Wenn man sich den Pfeil genau anguckt, findet man neben dem Schriftzug des XXL-Fahrradladens auch den Vereinsnamen des RC Buer Westerholt. RC steht in dem Fall für Rad-Club, weshalb sich die Suche nach Antworten am heimischen PC recht simple gestaltet. Denkbar wäre in dem Zusammenhang, dass die Richtungspfeile den Teilnehmern einer Rad-Touristik-Fahrt (RTF) den Weg weisen sollen.

Richtungs-Pfeil an der Erzbahntrasse in Richtung ZOOM-Erlebniswelt [BILD 17.10.2021].
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Großladung verklappter Prospekte

Beobachtung aus der Landschaft vom 06.09.2021

Die Postwurfsendung des in Folie eingeschweißten Werbeprospekts „Einkauf aktuell“, die wöchentlich unaufgefordert millionenfach in deutschen Briefkästen landet und dabei immense Mengen von Altpapier und vor allem Plastikmüll verursacht, steht seit Jahren in der Kritik. In nicht wenigen Fällen wandert das Sammelsurium unzähliger Werbeprospekte Woche für Woche ungelesen in den Müll. Was für die Deutsche Post ein lukratives Geschäftsmodell darstellt, ist für viele umweltsensible Mitmenschen längst zum lästigen Ärgernis geworden. Erst Recht zum Ärgernis wird die Werbepostendung aber dann, wenn sie statt im Briefkasten stapelweise in der Botanik verkappt wird – so geschehen im Bereich des Regenüberlaufes unmittelbar am Hüller Bach auf Höhe der L639 am Rande des LSG Pluto V im Grenzgebiet von Gelsenkirchen und Herne. Inwieweit sich ein Verursacher ermitteln lässt, wäre wünschenswert, ist aber mehr als fragwürdig.

Riesiger Haufen wertvoller Ressourcen sinnlos verschwendet [BILD 06.09.2021].
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Feuerwehr klettert an Brücke auf Erzbahntrasse

Beobachtung aus der Landschaft vom 04.09.2021

Wer Anfang September auf der Tausendfüßler-Brücke an der Erzbahntrasse mit offenen Augen unterwegs war, konnte die Feuerwehr beim Training für den Ernstfall beobachten. Auf dem Lehrplan standen an dem Morgen Übungen zur Höhenrettung. Obwohl man Berg- und Höhenrettung naturgemäß eher mit den Alpenregionen in Verbindung bringt, kommt es auch im Flachland zwischen Ruhr und Emscher regelmäßig vor, dass Personen aus misslichen Höhenlagen geborgen beziehungsweise gerettet werden müssen. Die Höhenretter der Rettungsdienste (Feuerwehr, THW, etc.) kommen immer dann zum Einsatz, wenn Personen aus extrem hohen oder tiefen Notlage evakuiert werden müssen. Potentielle Einsatzbereiche der Höhenrettung sind beispielsweise Strommasten, Windkraftanlagen, Seilbahnen, Hochhäuser, Außenfassaden von Gebäuden, tiefe Schächte wie Stollen und viele andere denkbare Situationen mehr, in denen eine lebensbedrohliche Absturzgefahr besteht.

[BILD 04.09.2021].
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Ein Minion in freier Wildbahn

Kurioses aus der Landschaft vom 06.09.2021

Beim regelmäßigen Durchlaufen der Landschaft von Erzbahntrasse und Hüller Bach kommt es des Öfteren zu kuriosen Beobachtungen. Weit oben im Kuriositäten-Ranking steht mit Abstand die unsachgemäß entsorgte Gummi-Puppe, aber auch die getopfte Cannabis-Pflanze vom Haldenplateau der Becker Deponie fällt mir in dem Zusammenhang sofort ein. Der heutige Fund des Heliumballons in der Form eines Minions lässt sich ohne Weiteres in diese Liste einreihen, auch wenn er zugegebenermaßen nicht an das Niveau der zuvor genannten Kuriositäten heranreicht.

Vermüllung der Landschaft – auch ein Minion hat in der Botanik nichts verloren [BILD 06.09.2021].
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Kopfloser Karpfen im Rhein-Herne-Kanal

Beobachtung aus der Landschaft vom 13.09.2021

Mitte September führte mich meine Laufrunde ausnahmsweise Mal nicht durch die heimische Landschaft von Erzbahntrasse und Hüller Bach, sondern in den Bereich des Steag Heizkraftwerks am Rhein-Herne-Kanal in Herne-Baukau, was etwas außerhalb meines eigentlichen Laufreviers liegt. Es zeigte sich, dass sich ein solcher Tapetenwechsel durchaus förderlich auf die Motivation auswirkt, denn eine relativ unbekannte Umgebung durchläuft man in der Regel mit noch offeneren Augen, da es viel Neues zu entdecken gibt. Beim langsamen Lauf entlang des Kanaluferweges bemerke ich sodann einige Meter vor uns einen im Wasser stromabwärtstreibenden Gegenstand, der sich aus der Nähe als ein toter Fisch zu erkennen gibt. Der Fisch ist stark deformiert, ihm fehlt augenscheinlich der gesamte Kopfbereich. Da meine Vorbereitung auf die Fischerprüfung noch nicht allzu lange zurückliegt, ist die Bestimmung des Fischkadavers trotz Kopflosigkeit nicht all zu kompliziert.

Toter Fisch im nahen Uferbereich des Rhein-Herne-Kanals in Herne Baukau [BILD 13.09.2021].
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Tierische Hinterlassenschaften

Beobachtungen aus der Landschaft während der Sommermonate 2021

Pferdeäpfel rundum den Reiterhof in Röhlinghausen. Gefährliche Hindernisse auf Rad- und Gehweg. Verschmutzung des öffentlichen Raums durch Pferdekot.

Unabhängig davon, dass niemand gerne in Hundescheiße tritt, ist jeder Hundebesitzer unter Androhung von Strafen dazu verpflichtet, die großen Geschäfte des eigenen Vierbeiners zu entfernen. Wer den Haufen seines treuen Gefährten liegen lässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die je nach Bundesland mit bis zu 100€ geahndet wird. Glücklicherweise befinden sich mittlerweile an vielen Zugängen von öffentlichen Parks und Grünanlagen Beutelspender mit Kot-Beuteln, die das Beseitigen unter Einhaltung hygienischer Standards erleichtern. Dass sich nicht alle Hundebesitzer an diese Vorschrift halten, beweisen die unzähligen Haufen, die sich trotz alledem so gut wie überall in der Landschaft finden lassen.

[BILD 22.08.2021, Röhlinghauser Durchgangspark; exemplarisch]
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Jährliche Mahd im Landschaftspark Pluto V

Beobachtung aus der Landschaft vom 06.09.2021

Beim Durchlaufen des Landschaftsparks Pluto V fiel Anfang September neben den frisch gemähten Wiesenflächen ein dampfender Container mit Schnittgut auf, beides Anzeichen dafür, dass die jährliche Mahd kurz zuvor durchgeführt wurde. Bei näherer Betrachtung fiel zudem auf, dass auch in diesem Jahr (2021) bei den Pflegearbeiten im LSG Pluto V auf eine partielle Mahd verzichtet wurde. Im Vergleich zum Vorjahr wurde allerdings der Zeitpunkt der Maßnahname mit Anfang September relativ spät und somit insektenfreundlicher gewählt. Durch die Wahl des späten Termins hätte eine partielle Mahd – also teilweise Abmähen der Flächen in zeitlichen aufeinanderfolgenden Etappen, möglicherweise sowieso keinen relevanten Mehrwert gehabt, da die meisten Insektenfutterpflanzen so spät im Jahr schon verblüht sind.

Die abschließenden Arbeiten der Mahd im Landschaftspark Pluto [06.09.2021].
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