Beobachtungen aus der Landschaft – der Eisvogel

Nachdem ich das unverwechselbare Blau des Eisvogels (Alcedo atthis) in der Vergangenheit im LSG Röhlinghausen schon einige Male flüchtig beobachtet hatte, ergab sich heute die Gelegenheit, um von einem Eisvogel zumindest ein Belegfoto zu machen. Die Bildqualität ist natürlich alles andere als optimal. Die Entfernung zum Objekt war für meine Digi-Cam mit ihrer limitierten Zoom-Fähigkeit, die ich beim Laufen für solche zufälligen Zwischendurch-Beobachtungen im Rucksack griffbereit dabei habe, zu groß.

Eisvogel lauert auf seiner Sitzwarte im LSG Röhlinghausen in Herne (15.05.2020).

Der Eisvogel saß unmittelbar am Ufer des kleineren der beiden Auffangbecken im LSG Röhlinghausen auf einer Sitzwarte, die geschätzt 30 Meter vom Hauptweg entfernt liegt. Da sich mit der heutigen Beobachtung seine Anwesenheit zumindest bestätigt hat, bleibt die Hoffnung, ihn zukünftig unter besseren Voraussetzungen anzutreffen.


Kurioses aus der Landschaft – Hinweisschild

Die Gefahr kommt lautlos und von hinten…

Auf einer meiner Laufrunden der letzten Tage begegnete ich einem Hinweisschild, das ich in der Form zuvor noch nicht gesehen hatte. In einigen Artikeln von Laufmagazinen wurde zwar immer mal wieder berichtet, dass Jogger aus dem Hinterhalt von Greifvögeln angegriffen wurden, aber dass diese potentielle Gefahr auch im direkten Erzbahntrassen-Umfeld an der Stadtgrenze zwischen Gelsenkirchen und Wanne Bickern der Fall sein kann, da hätte ich nicht mit gerechnet. Doch das Schild weist unmissverständlich daruf hin, dass brütende Greifvögel ihren Brutbereich in diesem Bereich auch gegen Menschen verteidigen. Glücklicherweise konnte ich eine schmerzhafte Begegnung mit den rabiaten Vogeleltern vermeiden.

ACHTUNG! Brütende Greifvögel. Durchgang auf eigene Gefahr.

In einem Artikel des NABUs habe ich zu diesem Thema gelesen, dass die Laufgeschwindigkeit des Läufers letztendlich die Interpretation der Situation als Bedrohunglage der Vögel triggert. Was bedeuten würde, dass man lieber langsamer laufen sollte, als besonders flott den Bereich zu passieren. Oder man meidet ihn im Zeitraum der Brutaufzucht aus Rücksicht auf die Vögel und ist auf der sicheren Seite. Wenn es dann doch mal passieren sollte, muss man wissen, dass die „Attacken stets auf die höchste Stelle“ des Läufers erfolgten. Weshalb man in dieser Situation mit Hilfe eines Stockes versuchen sollte, den Greifvogel von seinem Kopf abzulenken. Allerdings frage ich mich, wie man auf einen solchen Angriff reagieren kann, wenn er doch von hinten-oben und dazu lautlos erfolgt.