Wiederholt unterspülte Wege im NSG Berghalde Pluto-Wilhelm

Beobachtungen aus der Landschaft vom 15.07.2021 und 15.08.2021

Die Maßnahmen zur Steigerung der Klimaresilienz im Umfeld des NSG Berghalde Pluto-Wilhelm, die in einem früheren Beitrag thematisiert wurden, konnten gegen die Wassermassen, die während des jüngsten Starkregenereignisses aufgetreten sind, nur bedingt etwas ausrichten. Sowohl auf der Plutohalde als auch auf der angrenzenden Thyssenhalde wurden durch Unterspülungen zum wiederholten Male massive Schäden am Wegesystem verursacht.

Unterspülte Wege, freigelegte Rohrleitungen auf der Berghalde Pluto-Wilhelm [BILD: 15.07.2021].
Weiterlesen

Gestrandeter E-Roller im Naturschutzgebiet Berghalde Pluto-Wilhelm in Herne

Beobachtungen aus der Landschaft vom 06.06. & 15.06.2021

Als der Verleih von Elektro-Rollern im Juni 2019 startete, stand Herne im Gegensatz zu Berlin, München und Hamburg – zumindest was die Roller betraf, auf einer Stufe mit Paris, New York und anderen Weltmetropolen. Denn Herne war die erste Stadt Deutschlands, auf dessen Straßen E-Roller unterwegs waren. Drei Wochen vor der Einführung bei uns war ich beim Marathon in Paris und durfte mir ein Bild von dem Zustand machen, der uns in Deutschland zu dem Zeitpunkt noch bevorstand, denn in Paris erfolgte die Einführung bereits im Juni 2018.

Achtlos auf den Weg im NSG Berghalde Pluto geworfener E-Roller [BILD: 06.06.2021].
Weiterlesen

Zunehmende Vermüllung von Schutzgebieten im Herner Westen

Beobachtung aus der Landschaft vom 02.06.2021

In den zurückliegenden Sommermonaten ist es nicht nur – aber hauptsächlich, nach Wochenenden zur Normalität geworden, das NSG Berghalde Pluto-Wilhelm in einem zugemüllten Zustand vorzufinden. Dass ich bei meinen Runden durch die Landschaft achtlos Weggeworfenes oder zurückgelassenen Müll einsammele und in den einzigen vorhandenen Mülleimer werfen muss, ist schon zur traurigen Realität gewordem. Jedoch erreichte das Ausmaß der Vermüllung an diesem Morgen Anfang Juni eine neue Dimension. Auf dem unteren Haldenplateau befanden sich an mindestens zwei verschiedenen Stellen die großflächig verteilten Müllüberreste von eskalierten Grill- und Saufgelagen, die offensichtlich in den Nachtstunden stattgefunden haben.

Hinterlassenschaften nächtlicher Grillgelage im NSG Berghalde Pluto [BILD 02.06.2021].
Weiterlesen

Beobachtungen aus der Landschaft: Öko-Vandalismus auf der Thyssenhalde im NSG Berghalde Pluto in Herne?!

Was ist hier passiert? Wer ist dafür verantwortlich? Warum schädigt jemand überhaupt augenscheinlich gesunde Bäume? Und wieso sind nur Bäume einer bestimmten Art davon betroffen, während andere Baumarten verschont geblieben sind?

Die sonntägige Laufrunde durch die heimische Haldenlandschaft führte mich Anfang März vorbei an der Pluto- und der Thyssenhalde mitten durch das NSG Berghalde Pluto-Wilhelm, wo ich eine auf den ersten Blick erschreckende Beobachtung gemacht habe. So musste ich feststellen, dass sämtliche Bäume im unteren Hangbereich der Thyssenhalde, genau in dem Bereich wo vor einigen Monaten die Ausbesserungsarbeiten am Wegesystem durchgeführt wurden, an ihren Stämmen massive Beschädigungen aufwiesen. Die Verursacher wussten anscheinend genau, was zu tun ist, um den Bäumen maximal zu schaden. Denn im Rahmen einer früheren Recherche zu mechanisch verursachten Baumschäden – in dem damaligen Bericht ging es um die Schäden an einem Baum, der sich im Einfahrtsbereich einer der zahlreichen Baustellen zur Kanalisierung des Hüller Bachs befindet und der augenscheinlich mit einem Baustellenfahrzeug kollidiert war – hatte ich gelesen, dass kleinere Beschädigungen der Rinde für einen gesunden Baum kein allzu großes Problem darstellen.

hier geht’s Zum Rest des Beitrages

Beobachtung aus der Landschaft: Mehr Klimaresilienz für die Thyssenhalde in Wanne-Eickel

Baumaßnahmen auf der Thyssenhalde im NSG Berghalde Pluto-Wilhelm

In den letzten Wochen des Jahres kam es vor allem am Wegesystem im oberen Haldenbereich auf der Thyssenhalde zur Ausbesserungsarbeiten. Starkregenereignisse hatten in der Vergangenheit wiederholt dazu geführt, dass erhebliche Teile des Weges unterspült und weggeschwemmt wurden. Damit sich dies zukünftig nicht wiederholt, wurde der Einsatz von schwerem Gerät notwendig.

Der öffentliche Weg über das Plateau der Thyssenhalde, bevor die Baumaßnahmen abgeschlossen waren [Bild: Dez 2020].
Weiterlesen

Kurioses aus der Landschaft: weitgereister Hiddenstone – Premieren-Fund eines REM-Steins

In den letzten Tagen und Wochen ist mir gefühlt täglich ein Hiddenstone über den Weg gelaufen, ein REM-Stein war bisher allerdings noch nicht dabei. Die gesteigerte Häufigkeit meiner Steinfunde erkläre ich mir zum einen mit der gestiegenen Popularität des Steine-Bemalens und –versteckens, zum anderen aber auch durch die freie Zeit, die vielen aufgrund der aktuellen Corona-Einschränkungen gegeben ist?! Der REM-Stein zeigt ein Herz mit bunten Punkten drum herum und erinnerte mich deshalb ein wenig an den Stein, den Didi bei unserer Amphibien-Rettungsaktion, bei der wir zahlreiche Amphibien aus tödlichen Gully-Fallen im Eickeler Volksgarten evakuieren konnten, gefunden hatte. Wobei man natürlich festhalten muss, dass der Stein „Konfetti im Herzen“, der auf dem Wegpoller im Eickeler Volksgarten auslag, doch um einiges kunstvoller gestaltet war.

Vorder- und Rückseite des an der Pluto-Halde gefundenen REM-Steins [BILD: 04.02.2021].

Die schlichte Gestaltung mit einem Herzen lässt hinsichtlich der Interpretation einer möglichen Botschaft des Künstlers wenig Spielraum. Die relativ verblichenen Farben des REM-Steins legen außerdem die Vermutung nahe, dass er schon eine Weile auf Wanderschaft durch die Landschaften ist. Sollte REM für Remscheid stehen, wovon auszugehen ist, dann hat er es tatsächlich geschafft, die 50km von Remscheid bis nach Herne zurückzulegen, wodurch er vermutlich der am weitesten gereiste Stein würde, den ich bisher gefunden habe. Obwohl ich ihn nicht behalten habe, habe ich mich über den Zufallsfund gefreut. Nachdem ich ihn aufgehoben hatte, habe ich ihn fotografiert und oben auf dem Handgeländer der Aussichtsplattform der Pluto-Halde direkt wieder ausgelegt.


Landschaftliche Gedanken: Schutzlose Schutzgebiete und machtlose Behörde

Aus den Beiträgen mit dem Themenschwerpunkt Fischwilderei in Herne resultierten folgende Überlegungen und Gedanken, die ich in diesen Beitrag gepackt habe und zu einem zukünftigen Zeitpunkt möglicherweise noch einmal aufgreifen werde.

Gedanken zur Machtlosigkeit städtischer Behörden beim Schutz ausgewiesener Schutzgebiete

Grundsätzlich stellt sich mir die Frage, inwieweit die Stadt beziehungsweise die für die naturnahen Bereiche verantwortlichen Behörden überhaupt das Ziel verfolgen und ob sie in der Lage sind, ihre ausgewiesenen Landschafts- und Naturschutzgebiete auch ausreichend zu schützen. Welchen Sinn kann es machen, Gebiete als Schutzgebiete auszuweisen, aber diese Gebiete dann nicht wirklich zu schützen?!

Kontrollen in Parks ja, in Schutzgebieten aber nicht?!

Denn während die öffentlichen Herner Grünanlagen wie beispielsweise der Volksgarten in Eickel, der Wanner Stadtgarten oder auch der Park am Schloss Strünkede in Herne regelmäßig von patrouillierenden Mitarbeitern des Ordnungsamtes kontrolliert werden und sogar auch an Samstagen Präsenz gezeigt wird, ist mir in den zurückliegenden Jahren auf den naturnahen Arealen der Schutzgebiete bisher nicht eine dieser Patrouillen über den Weg gelaufen, was schlichtweg daran liegen wird, dass sie in diesen Bereichen nicht eingesetzt werden.

Warntafeln als Alleinschutz von Schutzgebieten!?

Doch welchen Mehrwert haben in dieser Hinsicht dann Warn- und Hinweistafeln mit Geboten, Verboten und der Androhung von Bußgeldern, wobei diese Tafeln in den meisten Fällen auch noch bis zur Unlesbarkeit beschmiert sind, wenn die zuständigen Behörden in diesen Bereichen des Stadtgebietes aber sowieso nicht kontrollieren und Fehlverhalten dementsprechend auch nicht sanktioniert wird?!

Problematische Ausweichtendenzen durch CORONA?!

Vor allem in den zurückliegenden Pandemiemonaten im Sommer 2020 ist mir beim Durchlaufen verschiedener Schutzgebiete (LSG Röhlinghausen, LSG Pluto V, NSG Berghalde Pluto) an und nach Wochenenden unzählige Male aufgefallen, dass in den geschützten Bereichen vermehrt Partys und Saufgelage stattgefunden haben, die zu einer massiven Verdreckung nicht nur in der Nähe der Sitzgelegenheiten geführt haben. Wobei die offensichtliche Verdreckung nicht das einzige Problem ist, die diese coronabedingten Ausweichtendenzen ins stadtnahe Grün mit sich bringen. Gefahren und Folgen durch offenes Feuer, Lärmbelästigung durch Musikbeschallung sowie Störung und Zerstörung von Flora und Fauna in sensiblen Bereichen wären als weitere Faktoren zu nennen.

Behördlicher Naturschutz endet nach Dienstschluss?!

Auch kann sich jeder potentielle Natursünder sicher sein, dass an Feiertagen, am Wochenende und vor allem zu den späten Abendstunden sowieso mit keinerlei Kontrollen zu rechnen ist, da die städtischen Mitarbeiter zu den Zeiten ihren wohlverdiente Freizeit genießen.

Unausgegoren-Diffuse Lösungsansätze

Beim Schutz der Schutzgebiete durch die verantwortlichen Behörden muste m.M.n. unbedingt nachjustiert werden. Die vom Ordnungsamt kontrollierten Bereiche sollten auf die Natur- und Landschaftsschutzgebiete unbedingt ausgeweitet werden. Vorstellbar wäre m.M.n. eine Art Fahrradstreife, die diese weitläufigen und ansonsten nur zu Fuß zu erreichenden Bereiche regelmäßig aufsuchen und kontrollieren. Unter Umständen und je nach vorhandenen finanziellen und personellen Mitteln bräuchte es einen 24h-Natur-Notdienstes (telefonisch/ email/ APP), um Meldenden auch am Wochenende in akuten Fällen einen Kontakt zu ermöglichen, der für die naturrechtlichen Belange verantwortlich ist und auch zeitnah Maßnahmen einleiten könnte. Aufgrund der oftmals gegebenen Akutheit macht es keinen Sinn, bis zum Dienstbeginn am Monatg zu warten. Darüber hinaus scheint die natürliche Scheu des Bürgers bei solchen „grünen Belangen“ die Polizei zu alarmieren, in vielen Fällen eine zu hohe Überwindungshürde darzustellen, die durch einen Natur-Notdienst herabgesetzt werden könnte. Möglicherweise könnte diese Maßnahme auch eine Melde-App flakierend unterstützen?!


Aktuelles aus der Landschaft – die tote Rotfeder und die Forderung eines Aktionsplans Stadtgewässer

Problemfeld Kleingewässer im Stadtgebiet von Herne

Forderung: „Herne braucht einen Aktionsplan für resiliente Feuchtbiotope

Die erste Augustwoche 2020 mit ihren Tageshöchsttemperaturen stetig über 30°C hat den Feuchtbiotopen auf Herner Stadtgebiet nach den ohnehin schon wiederholt niederschlagsarmen Vormonaten erheblich zugesetzt. Die Wasserstände vieler Gewässer haben aber nicht erst seitdem einen mindestens kritischen Pegel erreicht, denn einige Kleingewässer wie beispielsweise die beiden Feuchtbiotope im LSG Pluto V oder auch der Tümpel auf der Plutohalde im NSG Berghalde Pluto-Wilhelm liegen schon mindestens seit Anfang Juli komplett trocken.

Der kritische Punkt im Sommer 2020 scheint erreicht?!

Dennoch hat die jüngste Hitzeperiode die Situation weiter verschärft und dazu beigetragen, dass nun auch Gewässer in Bedrängnis geraten sind, die bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine gravierenden klimabedingten Stresssymptome aufgewiesen hatten. Zu diesen resilienteren Gewässern auf Herner Stadtgebiet zählen eigentlich auch die sieben Feuchtbiotope, die um die Thyssenhalde herum angelegt sind, über eine vernünftige Tiefe verfügen und regelmäßig über das Drainagesystem mit Haldenoberflächenwasser gespeist werden.

  • Feuchtbiotop an der Thyssenhalde im NSG Berghalde Pluto-Wilhelm
  • Feuchtbiotop an der Thyssenhalde im NSG Berghalde Pluto-Wilhelm
  • Feuchtbiotop an der Thyssenhalde im NSG Berghalde Pluto-Wilhelm
  • Feuchtbiotop an der Thyssenhalde im NSG Berghalde Pluto-Wilhelm
  • Feuchtbiotop an der Thyssenhalde im NSG Berghalde Pluto-Wilhelm
  • Feuchtbiotop an der Thyssenhalde im NSG Berghalde Pluto-Wilhelm
  • Feuchtbiotop an der Thyssenhalde im NSG Berghalde Pluto-Wilhelm

Todesursache akuter Sauerstoffmangel?!

Die gestrige Beobachtung einer toten Rotfeder, die eine stattliche Größe von geschätzt 35 cm aufwies, ist allerdings ein deutliches Indiz dafür, dass mittlerweile auch diese Gewässer für aquatische Lebensformen zunehmend zur Todeszone werden. Neben dem Totfund weisen auch faulige Gerüche im unmittelbaren Umfeld der Feuchtbiotope auf die aktuellen hochsommer-typischen Probleme dieser künstlich geschaffenen Ersatzgewässer hin.

Die zahlreichen Fliegen auf dem Fischkörper sind ein sicheres Zeichen dafür, dass der Fisch schon einige Tage tod sein wird. Die genaue Todesursache lässt sich nicht ermitteln (BILD 14.08.2020).
Weiterlesen

Amphibienschutz in Herne 2020 (Tag 18)

Tag 18: (18.04.2020) – Alarm im Haldenbiotop

Amphibien retten im NSG Berghalde Pluto-Wilhelm

Die heutige Laufrunde führte mich seit Langem mal wieder in das NSG Berghalde Pluto-Wilhelm – genauer gesagt zum kleinen Feuchtbiotop auf der dortigen Plutohalde. Da es seit Wochen keinen ergiebigen Niederschlag mehr gegeben hatte, wurde es zwingend erforderlich, sich ein Bild von der aktuellen Situation im Feuchtbiotop zu machen. Das auf der Halde gelegene Biotop ist relativ klein und weist selbst nach den Phasen im Frühjahr mit hohem Niederschlagaufkommen einen maximalen Wasserstand von 20-30 Zentimeter auf. Zudem ist es komplett mit Wasserpflanzen bewachsen und von „durstigen“ Bäumen umgeben, weshalb es noch eher dazu neigt, relativ früh im Jahresverlauf auszutrocknen.

Das Feuchtbiotop auf dem älteren Haldenteil im NSG Berghalde Pluto-Wilhelm.

Kurioses aus der Landschaft – Pottsteine No. 1

Auf meiner heutigen Laufrunde, die mich hoch zur Aussichtsplattform ins NSG Berghalde Pluto-Wilhelm geführt hat, durfte ich meinen ersten „Pottstein“ finden. Die bunt bemalten und verzierten Steine wollen gefunden, gepostet und wieder versteckt werden – und sollen dem Finder vor allem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Bei meinem Fundstück hält sich der künstlerische Mehrwert zugegebenermaßen in Grenzen, aber gefreut habe ich mich dennoch.

Die kleinen Kunstwerke sind Teil eines weltweiten Trends, die Idee dazu soll, wie kann es auch anders sein, aus den USA stammen . Dort wird der Trend „Painted rocks“, also bemalte Steine genannt. So wie ich das Ganze mitbekommen habe, gibt es mittleriwele in vielen Region Deutschlands eine eigene Szene von Künsterlern und Suchern. Und es scheinen immer mehr zu werden.