Evakuierungsmaßnahme & Probleme 2019

Amphibienschutz in Wanne-Eickel

Im Rahmen des Amphibienschutzes wurden im Jahr 2019 aufgrund einer relativ früheinsetzenden und anhaltenden Hitzeperiode einige Sofortmaßnahmen erforderlich, um Teile der diesjährigen Amphibiengeneration zu bewahren.

I. Evakuierung Stufe 1

Kaulquappen aus dem hinteren Teich in den vorderen umsiedeln. Die Problemlage im hinteren Gewässer ist aufgrund seiner geringen Tiefe vor allem nach dem Vegetationsschub und nach niederschlagarmen Zeiträumen besonders prekär.


II. Evakuierungsstufe 2

Aber selbst das größere und damit etwas tiefere der beiden Gewässer im LSG Pluto V erreicht relativ früh im Jahr einen mindestens kritischen Zustand hinsichtlich des Wasserstandes. Schwankungen im Jahresverlauf können prinzipiell als normal betrachtet werden.


Zeitweise war die Situation in diesem Jahr (2019) aber so angespannt, dass man mit bloßen Händen Dutzende von Kaulquappen aus dem Teich fischen konnte, wodurch auch im zweiten Teich Maßnahmen erforderlich wurden, um die Amphibiengeneration vor dem Austrockenen und damit vor dem sicheren Tod zu bewahren.


III. Evakuierungsstufe 3

Kurz bevor die Situation noch dramatischer zu werden schien, hatte sich Herr I. dazu entschlossen mehrere Eimer mit Kaulquappen in seinem fischfreien Gartenteich Asyl zu gewähren. Glücklicherweise kam es in der Folge doch noch zu etwas Niederschlag und die Situation entspannte sich, sodass zumindest ein Teil der im Teich verbliebenen Larven überlebte.

Wie sich die Situation in den Folgejahren entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Aber bei fortschreitender Klimaerwärmung und der Zunahme niederschlagarmer Perioden sollte diese Problematik unbedingt weiter beobachtet werden und eventuelle Gegenmaßnahmen in Form von Teichtieferlegung zumindest diskutiert werden. Denn vom Grünflächenamt geplante Eingriffe in das LSG Pluto V zur Pflege und Erweiterung der Artenvielfalt werden regelmäßig durchgeführt.


Verfasst am: 22.01.2020
Bearbeitet am: 05.05.2020