Beobachtung aus der Landschaft: Mehr Klimaresilienz für die Thyssenhalde in Wanne-Eickel

Baumaßnahmen auf der Thyssenhalde im NSG Berghalde Pluto-Wilhelm

In den letzten Wochen des Jahres kam es vor allem am Wegesystem im oberen Haldenbereich auf der Thyssenhalde zur Ausbesserungsarbeiten. Starkregenereignisse hatten in der Vergangenheit wiederholt dazu geführt, dass erhebliche Teile des Weges unterspült und weggeschwemmt wurden. Damit sich dies zukünftig nicht wiederholt, wurde der Einsatz von schwerem Gerät notwendig.

Der öffentliche Weg über das Plateau der Thyssenhalde, bevor die Baumaßnahmen abgeschlossen waren [Bild: Dez 2020].

Unmittelbar neben dem offiziellen Weg, der über die Kuppe der neueren der beiden Halden im NSG Berghalde Pluto-Wilhelm führt, wurde zur kontrollierten Entwässerung der Haldenbereiche vom Oberflächenwasser ein mit Steinen ausgelegter Abwassergraben angelegt. Um zukünftig vermeiden zu können, dass wiederholt Teile des Weges unterspült und infolgedessen wegrutschen, wurde das Erdreich in den wegnahen Bereichen verdichtet. In der Vergangenheit suchte sich der auf der Halde gefallene Niederschlag seinen eigenen Weg und strömte dabei unkontrolliert über die Gehwege hangabwärts, was in Abhängigkeit zum Aufkommen des Niederschlags zu erheblichen Schäden am Wegesystem vor allem in den steilen Bereichen der beiden Aufgänge geführt hatte.

Am Horizont ist der Förderturm der ehemaligen Zeche Pluto zu erahnen – Blick in Richtung Plutohalde [BILD: Dez 2020].

Die Baumaßnahmen können als eine direkte Antwort auf die in Zukunft klimawandelbedingt zunehmenden Starkregenereignisse gewertet werden. Wobei es natürlich grundsätzlich in der Natur der Sache liegt, dass lose Aufschüttungen durch den Einfluss von Witterung früher oder später erodieren, was im Fall der Thyssenhalde aufgrund der dort in der Tiefe schlummernden Altlasten unbedingt zu vermeiden gilt, da eine Exposition der Umwelt mit diesen Stoffen folgenschwere Konsequenzen hätte.


2 Gedanken zu „Beobachtung aus der Landschaft: Mehr Klimaresilienz für die Thyssenhalde in Wanne-Eickel

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